Eigenheimpreise: Wachstum im August ausgebremst
Emmanuel Hoffmann

Emmanuel Hoffmann

16.08.2022

Eigenheimpreise: Wachstum im August ausgebremst

Im August sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen erstmals seit Monaten leicht gesunken, während die Preise von Einfamilienhäusern faktisch stagnieren Dies zeigt der Swiss Real Estate Offer Index, der von der SMG Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben wird.

Es ist etwas Ruhe eingekehrt auf dem Schweizer Immobilienmarkt: Verkäufer von Eigentumswohnungen haben ihre Objekte per Ende August mit -0,6 Prozent zu tieferen Preisen inseriert als im Vormonat. Bei den Einfamilienhäusern bleiben die Preiserwartungen mit einer marginalen Zunahme von 0,1 Prozent faktisch unverändert. 

Ist das gebremste Preiswachstum eine Reaktion auf die Zinswende und die erhebliche wirtschaftliche und politische Unsicherheit? «Es ist durchaus möglich, dass Anbieter wie Verkäufer derzeit Zurückhaltung an den Tag legen. Eine Trendwende scheint jedoch zumindest auf dem Wohneigentumsmarkt kurzfristig wenig wahrscheinlich, da elementare und preistreibende Faktoren wie Zuwanderung und Baulandknappheit unverändert bestehen», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group. 

Kaum Bewegung bei den Mieten 

Für Mieter und Mieterinnen auf Wohnungssuche brachte der August mit 0,2 Prozent schweizweit kaum nennenswerte Preisveränderungen. Je nach Region weicht die Entwicklung jedoch deutlich vom Landesmittel ab: Im Raum Zürich (1,5 Prozent), in der Nordwestschweiz (1,1 Prozent) und im Tessin (0,5 Prozent) sind die Mieten gestiegen. Sinkende Werte verzeichnet hingegen das Mittelland (-1,8 Prozent). In der Genferseeregion (-0,2 Prozent), in der Ostschweiz (0,3 Prozent) und in der Zentralschweiz (0,3 Prozent) sind die Veränderungen gering. 

Anders präsentiert sich jedoch die längerfristige Entwicklung der Angebotsmieten: Über die vergangenen zwölf Monate sind die ausgeschriebenen Werte im Schnitt um 2,0 Prozent gestiegen. Dies reflektiert vor allem die nach wie vor angespannte Marktlage in den Zentren: So standen in der Stadt Zürich bei der amtlichen Zählung am Stichtag 1. Juni gerade einmal 161 Wohnungen leer – oder 0,07 Prozent des Bestandes. Auch in der Stadt Genf liegt die Leerstandquote mit 0,37 Prozent auf einem Tiefststand.